Eigentlich fing alles mit einer ganz einfachen physikalischen Erkenntnis an: Wenn man versucht, 30 Kinder gleichzeitig in Wintermontur zu stecken, erreicht die Luftfeuchtigkeit im Flur binnen Sekunden tropische Werte – und bevor das erste Kind die Türschwelle erreicht, ist es unter dem Schneeanzug bereit fürs Freibad.
Um das große Schwitzen zu entzerren und die Wartezeit sinnvoll (und trocken!) zu überbrücken, haben wir unsere Nachmittagskurse ins Leben gerufen. Was als strategisches Manöver gegen die Hitzewelle im Flur begann, hat sich zu einem echten Highlight in unserem Kindergartenalltag entwickelt!
Selbstbestimmung statt Einheitsbrei
Bei uns wird niemand in einen Kurs „gesteckt“. Unsere Kids sind die Chefs und teilen sich selbst zu. An acht bis zehn Terminen tauchen sie für eine knappe Dreiviertelstunde tief in ihre gewählten Themen ein. Das Ziel? Am Ende können sie vielleicht ein kleines bisschen mehr als vorher – und hatten vor allem jede Menge Spaß.
Von Rittern, Feen und bunten Gefühlen
Unsere Kolleginnen haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und Kurse entworfen, die so bunt sind wie eine Packung Knete. Aktuell verwandelt sich unser Kindergarten in:
• Eine stolze Ritterburg, in der edle Burgfräulein und furchtlose Recken regieren.
• Die zarte Welt der Elfen und Feen, wo Glitzer fast schon zum Grundnahrungsmittel gehört.
• Ein Labor der Emotionen in unserem Gefühle-Kurs.
• Ein Atelier für zauberhafte Formen und Buntzahlen.
• Und natürlich besucht uns die kleine Raupe Nimmersatt, die sich einmal quer durch den Kindergarten futtert.
Zauberstifte
Auch die digitale Welt hält bei uns Einzug – aber auf unsere Art! Mit speziellen Audiostiften und einer ordentlichen Portion Regie-Talent produzieren wir gerade einen eigenes Kindergarten-Bilderbuch.
Das absolute Highlight: Unser interaktives Kindergarten-Buch. Wer mit dem Zauberstift über die Bilder fährt, bekommt alles erklärt. Man erfährt nicht nur, wer unsere liebe Köchin ist – wenn man im Buch auf ihren Kochtopf tippt, dann klappert dieser sogar richtig echt!
Wir freuen uns riesig zu sehen, mit wie viel Eifer die Kinder bei der Sache sind. Und das Beste daran? Im Flur bleibt es (meistens) entspannt.
Yvonne Flier (Kita Weidenkörbchen)